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Am Wochenende ist im Schloß Dyck die "Illumina 2011" zu Ende gegangen. Jedes Jahr wird dort der Schloßpark aufwändig umgebaut um zwei Wochen lang Nacht für Nacht den gesamten Park als große Lichtinstallation zu präsentieren. Diese Jahr war das Thema "entflammt". Es drehte sich also alles ums Feuer, um Naturgewalten, um Licht, um Hass und um Liebe. Für mich eine große Herausforderung aber auch ein großer Reiz war es, die insgesamt fast 20 Lichtinstallationen im Park zweimal zu fotographieren, am Tag und in der Nacht. Damit kann man sich also beide Stimmungen nach Hause holen und in jedem Panorama wird man einfach per Mausklick zwischen beiden Tageszeiten umschalten können.

Das Shooting hat mit Tonaufnahmen fast 6 Stunden gedauert, und war gerade bei den Besucherströmen in der Nacht echt anstrengend. Die Veröffentlichung kann sich angesichts der Ausmaße auch noch etwas hinziehen, das ganze Projekt besteht nachher aus über 30 Panoramen! Bis es soweit ist, gibt es hier einen kleinen Vorgeschmack. Mit einem Klick auf das Bild kann man am Beispiel des Eingangsbereiches schonmal sehen wie es aussehen wird. An dieser Stelle möchte ich auch nicht die Gelegenheit verpassen die gutgelaunte Security-Mannschaft die im Einsatz war zu grüßen und mich herzlich zu bedanken!

Es gibt eine Menge Firmen auf dem Markt die sehr gute, aber leider auch sehr teuere Panorama-Stativköpfe verkaufen. Diese sind sind meistens von wirklich sehr guter Qualität und ich denke für einen Profifotographen wird das Geld nicht so ins Gewicht fallen, immerhin kostet die Ausrüstung von diesen Leuten oft das 20 oder 50-fache eines solchen Panoramakopfes. Eine ziemlich ausführliche Liste von Herstellern findet sich auf der Panotools Website. Möchte man allerdings als Hobbyfotograph mit der Panoramafotographie anfangen sitzt das Geld sicher nicht so locker und man überlegt sich zweimal ob man 300€ ausgeben will ohne überhaupt zu wissen ob einem diese Art der Fotographie noch länger Spaß machen wird. In meinem Fall was es zumindest so. Also habe ich nach Anleitungen zum Selbstbau solcher Panoramaköpfe gesucht, und habe auch eine ganze Menge gefunden. Die meisten zielen allerdings auf den gewöhnlichen Heimwerker ab, der nur eine beschränkte Zahl von Werkzeug zur Verfügung hat und nutzen daher hauptsächlich einfache Materialien aus dem Baumarkt sowie ziemlich einfache Verarbeitungsmethoden. Die Ergebnisse sind meistens okay für den investierten Aufwand aber sie haben natürlich Probleme mit den kommerziellen Modellen mitzuhalten. Manchmal wird sogar noch zusätzliches Material aus dem Fotogeschäft benötigt, wie etwa Wasserwaagen, Wechselplatten oder Kameraschienen. Ich habe schon Anleitungen gefunden, die kamen später auf Einkäufe im Wert von 100€, das hat dann für mich schon längst den Low-Cost Sektor verlassen. Nachdem ich mir also einie Anleitungen duchgelesen habe, habe ich den Entschluss gefasst mir einen eigenen zu bauen. Ich habe Zugang zur Werkstatt meines Vaters, der Schlosser ist, daher konnte ich meinen Panoramakopf also ein bisschen preziser und stabiler bauen als andere. Insgesamt habe ich bisher 3 verschiedene Köpfe gebaut, einfach weil sich meine Anforderungen über die Zeit verändert haben und mir ein paar Verbesserungen eingefallen sind während der Nutzung meiner Panoramaköpfe.

Man sollte Berufliches und Privates nicht mischen, so sagt man. Nur wie soll das gehen, wenn die Schwester heiratet, man eingeladen ist aber durchaus auch ein paar Bilder machen soll? Da heißt es dann, in der einen Hand den Sekt, in der anderen die Kamera. Und immer hin und her, zwischen Gast und Fotograph. Bei der Feier auf dem Schloss Hertefeld bei Weeze habe ich daher gestern zum ersten mal eine Art "Action-Panorama" versucht. Zum Abend sollten 100 rote Luftballons in Herzform mit Wünschen auf Postkarten dran fliegen gelassen werden. Jeder Gast hatte mindestens einen Ballon in der Hand und der Start sollte von allen gleichzeitig erfolgen. Ich hatte mir vorgenommen, den Moment des Starts in ein 360°x180° Panorama zu gießen, so dass man sich inmitten aufsteigender Ballons befindet. Dieses Vorhaben war spontan, nicht sorgfältig geplant und ist gründlich in die Hose gegangen ;-). Da man aus Fehlern lernt, glaube ich nun zu wissen, wie es richtig geht. Worauf sollte man also achten? Man muss schnell sein, und zwar so richtig schnell