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Über mich

Wer bin ich – und wenn ja wieviele? Diese Frage hat sich Richard David Precht vor einiger Zeit gestellt, und ich stelle sie mir hier auch.

Mein Name ist Tilman Bremer, ich studiere Maschinenbau an der RWTH Aachen und werde irgendwann in den nächsten Jahren mein Studium abschließen. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit Fotografie, vor allem mit Panoramen, und bin ein sehr ambitionierter Bogenschütze. Diese zwei Themen finden sich hier daher auch Seite an Seite wieder.

Bogensport

Ich bin im Winter 1996/1997 als Neunjähriger zum Bogenschießen gekommen und seit dem dabei geblieben. Angefangen habe ich bei der SG Neukirchen-Hülchrath, einem Multisportverein in der Nähe von Grevenbroich. Trainiert wurde ich am Anfang von Eva Berg, deren Tochter Monika Berg, gerade in dieser Zeit richtig gut wurde. Sie wurde 1998 in den Nationalkader berufen, wurde Deutsche Meisterin, Holte die Bronzemedaille bei der WM, schoß Deutschen Rekord und Weltrekord. Leider war die SGNH nicht gut genug ausgesattet um eine solche Top-Schützin ausreichend zu fördern und so wechselte „unser Aushängeschild“ schon bald zum KKB Köln. Trotzdem war es für mich in so jungen Jahren sehr beeindruckend neben einer derartig guten Schützin zu trainieren. Allein die Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft war für mich damals unglaublich weit entfernt, der Gewinn einer Medaille gar völlig undenkbar.

Später habe ich ebenfalls damit begonnen, das Bogenschießen als Leistungssport zu betreiben. Seit 2004 trainiere ich sehr zielgerichtet und ambitioniert, unterbrochen von einem Jahr Pause in meinem Studium, Ein Wunderkind bin ich gewiss nicht, meine Leistung hat sich immer nur langsam, dafür aber vergleichsweise konstant über die letzten 10 Jahre gesteigert.

Es folgte ein Jahr im Ligateam von MASA Mülheim und ein Wechsel zum Rheydter TV in Mönchengladbach. Mittlerweile trainiere ich bedingt durch mein Studium bei der BSG Aachen, bin dem Rheydter TV aber immer noch sportlich verpflichtet und schieße sowohl das Meisterschaftsprogramm dort, als auch im Rheydter Team in der 1. Bundesliga.

Aus dem Traum „Deutsche Meisterschaft“ ist schon lange Realität geworden – 2013 werde ich zu meiner 10. Deutschen Meisterschaft antreten. 2011 und 2012 habe ich es zusammen mit meinen Teamkollegen Thomas Zilinski und Andreas Schnock auf das Podium in der Mannschaftswertung geschafft, zwei Silbermedaillen hängen seitdem zuhause an der Wand.

Neben den zwei Silbermedaillen der DM ist das sportliches Highlight meiner bisherigen Karriere wohl die „kleine Sensation“, die mir 2011 in Berlin gelangt und die mir erstaunlich viel Aufmerksamkeit eingebracht hat: Der Sieg im 1/16 Finale der Berlin Open 2011 gegen den Weltmeister von 2009 und Mannschaftsolympiasieger von 2008 Lee Chang-Hwan aus Südkorea. Für uns Bogenschützen sind die Koreaner das Maß aller Dinge, daher war der Sieg für mich ein einmaliges Ereignis, dass vielleicht kein zweites Mal in meinem Leben kommt.

Dass mir so etwas doch noch einmal gelingt, daran arbeite ich hart.

Fotografie

Zur Fotografie bin ich vergleichsweise spät gekommen. Obwohl ich schon in sehr jungen Jahren mit den Kameras meines Vaters „gespielt“ habe, und in meiner Jugendzeit eine Canon A70 mein eigen nennen durfte, hat es doch lange gedauert, bis ich übers „Knipsen“ hinausgekommen bin und ich mich ernsthaft mit der Fotografie beschäftigt habe.

Mich fasziniert vor allem die dokumentarischen Möglichkeiten, die die Fotografie bietet. Ob es Veranstaltungen sind, Menschen, Gegenden, Gegenstände oder Bauwerke, alles kann und will dokumentiert werden. Hier finde ich auch den Grund, warum mich die Panoramafotografie begeistert. Die Panoramafotografie als die Aufnahme von vollen 360° erlaubt keine Auswahl eines Bildausschnittes. Man kann keine unliebsamen Stelle auslassen oder sich von einer unschönen Ecke „wegdrehen“. Das Panorama dokumentiert damit so absolut wie kein anderes Bild den Zustand eines bestimmten Ortes, zu einem bestimmten Zeitpunkt, unter bestimmten Gegebenheiten. Ich will damit nicht sagen, dass dem Fotografen hier gar keine Gestaltungsmöglichkeiten mehr bleiben. Aber es sind eben andere als früher.

Dafür versetzt kein anderes Bild den Betrachter so sehr „in“ den Moment wie das Panorama. Es gibt Panoramen von außergewöhnlichen Orten und außergewöhnlichen Momenten, Google Streetview lässt uns virtuell um die ganze Welt reisen. Und das ist trotz der schlechten Qualität der Google-Aufnahmen, immer noch beeindruckend.

Vor allem aber fördert die Panoramafotografie eine Menge neuer Probleme zu Tage, die auf eine Menge neuer Lösungen warten. Da diese oft technischer Natur sind, kann ich hier meinen Spaß am Handwerken ausleben, was in meinem Blog auch nicht zu übersehen ist.